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Alnatura Magazin April 2021

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Der Spargel ist da! // Ausgezeichnet: ganzheitlich nachhaltiges Handeln bei Alnatura // Weniger Verpackungsmüll: Infos und Tipps

ALNATURA TRIFFT »Erfolg

ALNATURA TRIFFT »Erfolg ist, wenn es keine Wegwerfbecher mehr gibt.« Fabian Eckert (rechts) ärgerte sich bereits während seines Studiums über die überall angebotenen Coffee-to-go-Becher. Etwa zeitgleich störte sich Florian Pachaly an derselben Sache. Und dann ging es ganz schnell: Die beiden begegneten sich »durch Zufall« in München und gründeten Recup, ein bundesweites Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher, das 2018 auch in Alnatura Märkten Einzug gehalten hat. Das Alnatura Magazin traf die beiden Gründer in den Büros von Recup in Münchens Süden. Florian Pachaly & Fabian Eckert von Recup Fabian, Florian, worum geht es euch? Fabian: »An der Uni, an der ich war, gab es eine Flatrate. Damit konnte man sich den ganzen Tag über so viel Kaffee holen, wie man wollte – im Einwegbecher natürlich! Ich dachte, das kann doch wohl nicht wahr sein! Ein Becher nach dem anderen landet im Müll.« Florian: »Das konnte man überall beobachten, gerade in Städten wie Berlin oder München ist der To-go-Becher ein Stück unseres modernen Lifestyles geworden. Fühlt sich ja auch gut an, mobil seinen Kaffee zu trinken, aber wir hinterlassen dadurch einen riesigen Müllberg und einen katastrophalen CO 2-Abdruck.« 52 Alnatura Magazin April 2021

Und dann habt ihr vor vier Jahren Recup gegründet? Fabian: »Ja, wir haben einen Test in Rosenheim gemacht und der wurde gerade von vielen kleinen Cafés und Bistros, aber auch Bildungseinrichtungen, gut angenommen. Dann haben wir gesagt: Okay, wir breiten das aus, gehen bundesweit.« Marketingtechnisch würde man das »hochskalieren« nennen, den schnellen Roll-out-Erfolg einer Start-up-Idee, richtig? Florian: »Richtig, wir sind ein klassisches Start-up. Aber ›Erfolg‹ würden wir ganz anders definieren. Erfolg ist, wenn es keine Wegwerfbecher mehr gibt und die Umwelt damit geschont wird. Der Gedanke, die Becher bundesweit zu verbreiten, entstand aus der Idee heraus, das System erfolgreich zu machen. Denn es macht einen riesigen Unterschied, ob du einen Becher nur regional oder in ganz Deutschland an vielen Ausgabe- und Abgabestellen zurückgeben kannst. Recup wird jetzt bei über 6 000 Partnern angeboten. Darunter zahlreiche Bio- Läden, Cafés, Universitäten, bei über 1 200 Shell- Tankstellen und eben auch bei Alnatura in den Café- Bar-Märkten.« Fabian: »Aber was Alnatura praktisch von allen anderen unterscheidet, ist die Konsequenz! Alnatura hat entschieden, Kaffee nur noch im Recup-Becher anzubieten und die Einwegbecher zu verbannen. Das ist echt super-vorbildlich und hat uns sehr gefreut, denn, wie gesagt, uns geht es darum, ein flächendeckendes System zu installieren, ähnlich wie beim Glaspfand. Dafür brauchst du eine gewisse Größe und Menge. Deshalb erklären wir immer wieder gern, dass erst, wenn die Becher zirkulieren, das System ökologisch sinnvoll ist und Ressourcen schont. Es ist also wichtig, sie nicht zu horten, auch wenn sie nur einen Euro Leihgebühr kosten und vielen im eigenen Regal gefallen. Sie sollten wieder abgegeben werden, sodass sie gespült dem Kreislauf wieder zugeführt werden können.« Da spielt euch die im Februar dieses Jahres entschiedene Novelle zur Änderung des Verpackungsgesetzes sicherlich in die Hände: Restaurants, Cafés und Bistros sind ab 2023 verpflichtet, ihrer Kundschaft den Coffee to go oder das Take-away-Gericht auch in einem Mehrwegbehältnis anzubieten. Fabian: »Ja, wenn wir nicht zu dem Zeitpunkt alle im Homeoffice gewesen wären, Wie so viele Start-ups entstand auch Recup aus einer Mischung aus persönlicher Empörung und dem Wunsch, die Welt ein bisschen besser zu machen. Seit vier Jahren gibt es das Pfandsystem Recup für Kaffeebecher in Deutschland– und seit 2018 auch bei Alnatura in allen Café- Bar-Märkten. Allein in Deutschland sind es über 2,8 Milliarden Einwegbecher jährlich, die im Müll landen und wegen ihrer Mixtur aus Pappe und Kunststoff kaum zu recyceln sind. Um einen Beitrag gegen diese Ressourcenverschwendung zu leisten, suchten Fabian Eckert und Florian Pachaly nach einer unkomplizierten Alternative. Sie kamen auf ein Pfandsystem für Mehrwegbecher, ähnlich wie es bei Flaschen funktioniert – Recup entstand. Das Pfand pro Becher beträgt einen Euro. Außerdem im Sortiment des Unternehmens: die Rebowl Pfandschale für Suppen, Salate und vieles mehr. Mehr Infos unter rebowl.de und recup.de hätten wir die Korken knallen lassen. Denn diese Entscheidung wird dem System Mehrweg im Bereich Kaffeebecher einen enormen Schub geben.« Die mint- und cappuccinofarbenen Becher sind vor vier Jahren designt worden und sie sehen immer noch gleich gut aus. Wie kann das sein? Florian: »Ja, da hat unsere Designerin offenbar alles richtig gemacht. Der Polypropylen- Becher ist nicht nur einfach in der Handhabung und geschmacksneutral, sondern auch sehr lange im Kreislauf des Pfandsystems zu halten. Die Becher sind extrem bruchsicher und können mindestens tausend Mal unter handelsüblichem Gebrauch wiederverwendet werden.« Das Interview führte Matthias Fuchs. HERSTELLER-EMPFEHLUNG* Ecosack Mülleimerbeutel 35 l Diese Müllbeutel bestehen aus hundert Prozent recycelten LDPE- Rohstoffen (Low Density Polyethylen). Zur Herstellung werden Folien in allen Farben aus dem Abfall zurückgewonnen und anschließend schwarz gefärbt. Hergestellt mit grüner Energie aus Wind, Wasser und Sonne. Zertifiziert mit dem Blauer- Engel-Siegel. Einfach verschließbar dank patentiertem Knot-Verschluss. 20 St. 1,29 € (1 St. = 0,06 €) * Bei dieser Produktvorstellung handelt es sich um eine Anzeige. Sie erhalten das Produkt in Ihrem Alnatura Super Natur Markt. Alnatura Magazin April 2021 53

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